SEO: Welche Google Position (Ranking) wird eigentlich wie oft angeklickt?

Ein Branchen Witz in der SEO-Szene besagt, dass wenn man eine Leiche verstecken möchte, dann sollte man das auf der zweiten Google SERP (Resultate-) Seite tun, denn da schaue sowieso nie jemand nach. Doch stimmt das? Eine neue Studie von Sistrix schafft Klarheit.

Es soll ja grundsätzlich Leute geben, die aus Prinzip immer die obersten Links anklicken (also die bezahlten Google AdWords Anzeigen). Andere machen das konsequent nicht. Doch wie verhält es sich mit den ersten neun oder zehn organischen Suchresulaten auf der ersten Suchresultateseite?

Genaue Zahlen von Google gibt es (wie so oft) leider nicht. Auch nicht über die Aufteilung zwischen den Klickprozenten für die bezahlten AdWords gegenüber den organischen Rankings. Doch immer wieder gibt es Firmen und Autoren, welche mit eigenen Tests Zahlen erheben. Diese schwanken oft und es gibt viele Faktoren, welche die Klickbereitschaft beinflussen (z.B. gut oder schlecht geschriebene Meta-Beschreibungen und Title-Tags), deshalb sollte man die folgenden Zahlen nur als Richtwerte nehmen.

SEO: Fast 60 Prozent der Klicks für Position 1

Der SEO Experte Johannes Beus beschreibt in seinem Blog wie er die Zahlen genau erhoben hat. Die Studie basiert auf 124 Million Klicks aus einer Woche im September. Auf die erste Position entfallen gemäss der Studie 60% der Klicks. Die zweite Position bekommt noch 16%, die dritte gerade noch 8% der Suchenden. 

Hier die Google Rankings 1-11 im Überblick:

SEO-Wissen: Deutliche Mehrheit klickt auf den ersten Treffer. (Grafik: Sistrix/Beus)
SEO-Wissen: Deutliche Mehrheit klickt auf den ersten Treffer. (Grafik: Sistrix/Beus)

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass 99,1% aller Klicks auf der ersten Seite getätigt werden. Unsere Leiche würde zwar also entdeckt (von 0,9%), was den Witz betrifft, so steckt in ihm mehr als nur ein Körnchen Wahrheit.

Zwei weitere interessante Erkenntnisse der Studie:

  • Desktop User neigen eher dazu die oberen Positionen anzuklicken, während Mobile-User eher auch den unteren Positionen eine Chance geben.
  • Es gibt auch länderspezifische Unterschiede. Die Klickwahrscheinlichkeit für das erste organische Suchergebenis liegt in Frankreich (77,2%) und Spanien (67,7%) wesentlich höher als in Deutschland mit 52,3 Prozent. Sistrix erklärt das mit der eher vorsichtigen und misstrauischen Mentalität der Deutschen.

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