Bereits das zweite Linknetzwerk in Deutschland eliminiert

Letzte Woche wurde bereits eine namhafte SEO-Agentur von Google abgestraft, weil Sie ein Linknetzwerk betrieben hat. Es ist bis heute nicht bekannt um welche Agentur es sich handelt, auch wenn die Gerüchteküche in der Branche brodelt. Sicher ist dass die Kunden die leidtragend sind, die oft gar nicht wissen was ihre SEO-Agentur treibt. Gestern Freitag nun hat Google erneut zugeschlagen. Diesmal hat Google Webspam-Chef Matt Cutts den Übeltäter beim Namen genannt: efamous.

 

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Überraschend kommt der Schritt nicht. Seit Monaten warnt Google die Betreiber von Linknetzwerken , wie sie dies jetzt auch wieder für Spanien, Italien und Polen tun. Der Penalty wurde also angekündigt und man braucht mit efamous kein Mitleid zu haben. Anders sieht es aus, wenn man es aus Sicht der Kunden von efamous anschaut. Ich bin mir sicher, dass ein paar namhafte Unternehmen dabei sind. Die Kunden wissen oft nicht, wie genau ihre SEO-Agentur die guten Resultate erzielt haben und freuen sich einfach dass sie schnell bessere SERPs* erreicht haben.

Doch ist das noch eine Entschuldigung? Produktionsfirmen z.B. schauen bei Ihren Lieferanten genau hin. Sie fordern Standards und führen Qualitäts-Tests durch. Den Agenturen vertrauen sie aber blind, oft weil sie von der Materie nur wenig verstehen. Nicht zu verstehen ist kein Verbrechen, aber eine gute Suchmaschinenmarketing-Agentur wird Ihnen Alles für Sie nachvollziehbar erklären. Auf jeden Fall können Sie von der SEO-Agentur die Garantie verlangen, dass sie sich an die Google Webmaster Richtlinien hält.

Google Richtlinien sind kein Gesetz, sondern Regeln eines Privatunternehmens. Man darf deshalb nicht von “illegalen” Methoden sprechen und es ist auch schwierig rechtlich gegen eine SEO-Agentur vorzugehen. Google selbst macht es den SEO-Agentur auch nicht leicht, da ihre Statements oft unklar und ungenau sind.

Wie sich der Penalty auf das Google-Ranking der Kunden von efamous auswirken wird kann man noch nicht sagen. Erste Analysen werden sicher in ein paar Wochen verfügbar sein.

*SERPs = Search Engine Result Page bezeichnet die Position beim Google-Ranking

 

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Was ist ein Linknetzwerk / eine Linkfarm?

Eine SEO-Agentur oder ein Anbieter für bezahlte Backlinks betreibt ein Netz von mehreren, manchmal hunderten Seiten, welche nur ein Ziel haben: Backlinks auf die Kundenwebseiten zu setzen. Man kann dann z.B. 50 oder 100 Backlinks kaufen. Die Seiten haben meist inhaltlich wenig mit dem Inhalt der Kundenseite zu tun. Ein Aspekt der immer wichtiger wird, weil Google die Themenrelevanz immer stärker bewertet.

Eine andere Art von Linknetzwerk ist wenn mehrere fast identische Seiten gestaltet und diese untereinander verlinkt werden z.B. für Ferienwohnungen in einem Gebiet.

Wie erkenne ich ein Linknetzwerk? Grundsätzlich ist es keine gute Idee Backlinks zu kaufen. Es gibt hier Ausnahmen für hochwerte Backlinks auf wirklich themenrelevanten und qualitativen Seiten mit gutem Content (z.B. Publireportage auf nzz.ch). Auf jeden Fall sollten sie die Finger von Angeboten lassen, welche Ihnen viele Links für wenig Geld versprechen. Kaufen Sie nie Links über Ebay oder von dubiosen Anbietern.

Ausserdem erkennen Sie eine Linkfarm an folgenden Merkmalen:

– Die Seiten haben die gleiche IP-Adresse und den gleichen Domain-Inhaber
– Die Seiten verwenden das gleiche Template und sehen im Design ähnlich oder gleich aus
– Es gibt viel (zu viel) Text der aber oft sprachlich und inhaltlich schwach ist. Ausserdem kommen die Keywords auffallend oft vor.
– Oft finden sich in Foren oder Blogs Hinweise auf unseriöse Anbieter von Backlinks (googlen Sie den Anbieter)
– Es wird Geld verlangt für Links

 

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